Wann und auf welchem Wege kam die Kartoffel nach Europa und nach Deutschland?

Teil 2 der Reise einer Südamerikanerin

Im ersten Teil der Kartoffel-Geschichte haben wir die Reise unserer „Hauptfigur“ von Südamerika über die Kanarischen Inseln auf den Europäischen Kontinent begleitet.

Es dauerte einige Generationen und Missverständnisse hinsichtlich des genießbaren Teils der Pflanze, bis aus der botanischen Kostbarkeit eine Nahrungsquelle für breite Teile der Bevölkerung in weiten Teilen in Europa wurde.

Ihr Vormarsch in Richtung Norden bremste besonders ihre Eigenschaft als Nachtschattengewächs, lange Nächte zur Ertragsbildung zu benötigen. Dieses Problem musste zunächst verstanden und durch entsprechende Pflanzenzüchtungen behoben werden.

Die erste größere Verbreitung gab es in Irland zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Kartoffel brachte entscheidende Vorteile hinsichtlich der klimatischen Verhältnisse auf der Insel. Die Erträge waren deutlich höher als bei Getreide. Sie musste nicht getrocknet und auch nicht im Ofen gebacken werden.

Nach Deutschland gelangte sie dann endlich Mitte des 17. Jahrhunderts. Ein erster Anbau wurde im Berliner Lustgarten beim „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm von Brandenburg gestartet dass sie als Zierpflanze diente, war wieder mal ein botanisches Missverständnis!

Es dauerte noch einmal 50 Jahre, bis sie, wohl zum ersten Mal in Deutschland, 1701 als Nahrungsmittel in der Siedlung Schöneberg bei Berlin angebaut wurde. Ein Pfarrer Namens Henri Arnaud hat die Auspflanzung dieser neuen Frucht in seinen Aufzeichnungen dokumentiert.

Erst weitere 50 Jahre später, am 24. März 1756, erließen Beamte des berühmten Königs Friedrich der II von Preußen die bekannte Circular-Odre, mit dem Auftrag:

„denen Herrschaften und Untertanen den Nutzen von Anpflanzung dieses Erdgewächses begreiflich zu machen, und denselben anzuraten, dass sie noch dieses Frühjahr die Pflanzung der Kartoffeln als einer sehr nahrhaften Speise unternehmen“.

Es wird erzählt, dass anfangs zur Durchsetzung der Order noch der Prügelstock eingesetzt wurde. Auf jeden Fall war der Siegeszug der Kartoffel nun nicht mehr aufzuhalten. Wie in jedem Jahr können wir uns in der Lüneburger Heide auch in diesem Jahr davon überzeugen, dass es zur

„Pflanzung dieser nahrhaften Speise keines königlichen Dekrets mehr bedarf!“

Quellen:

Wikipedia

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